Ärzte exzellent beraten

Beratungskompetenz für Heilberufler

Der  Hamburger Chefarzt der Kardiologie der Asklepios Klinik St. Georg, Professor Karl-Heinz Kuck, akzeptierte vor 2 Jahren seine Verurteilung zu 2 Jahren Haft auf Bewährung und 100.000 € Geldstrafe wegen Abrechnungsbetrug in 15 Fällen.

  • Er habe im Rahmen einer Ermächtigung Leistungen, wie bspw. Herzschrittmacherkontrollen, in Höhe von 150.000 € in 4 Jahren mit der KV abgerechnet, diese jedoch nicht persönlich erbracht, sondern durch nachgeordnete Ärzte durchführen lassen.
  • Nun klagte der Kardiologe mit Erfolg gegen den Versuch des Approbationsentzuges aufgrund „Unwürdigkeit" durch die Gesundheitsbehörde Hamburgs.
  • Der Chefarzt hat durch die Behandlung Prominenter wie Helmut Schmidt, Udo Lindenberg, oder David Bowie selbst einen „Promistatus" in Hamburg erlangt, was ihm dazu verhalf, dass etliche Kollegen und Prominente sich mit ihm solidarisierten und an Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storks (SPD) appellierten, den Approbationsentzug nochmals zu überdenken.
  • Kucks Anwälte, Professor Martin Stellpflug und Dr. Maximilian Warntjen, argumentierten mit seiner Gleichbehandlung sämtlicher Patientengruppen, welche er stets nach medizinischen Erfordernissen einhalte.
  • Das Verwaltungsgericht Hamburg entschied nun, dass der Approbationswiderruf aufgrund bestehender Berufswürdigkeit des Chefarztes rechtswidrig sei.
  • Walter Plassmann, Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, reagiert verärgert auf die Entscheidung mit der Begründung, dass jeder Vertragsarzt selbst bei bloßen Fehlern der Formalien mit Sanktionen rechnen müsse und somit im vorliegenden Fall mit zweierlei Maß gemessen werde.
  • Kucks Anwälte widersprechen der Frage Plassmanns nach dem „Sonderrecht für Promi-Ärzte" und argumentieren, das Gericht habe „schlicht und einfach die Vorgabe des Bundesverwaltungsgerichts umgesetzt, wonach immer alle Umstände des Einzelfalls berücksichtigt werden müssen". Somit könne von einem „Promi-Bonus" keine Rede sein, so Warntjen.