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Fragestellung und Sachverhalt
Das Sozialgericht (SG) Stuttgart hat mit seinem Urteil vom 01.03.2018 entschieden, dass eine psychische Beeinträchtigung durch ein unschönes Tattoo keinen Anspruch auf Kostenerstattung für die Entfernung per Laser bedeutet.

 

Verhandelter Fall

  • Im verhandelten Fall hat die Klägerin eine Tätowierung auf dem Schulterblatt erweitern lassen und jedoch bereits nach vier Tagen begonnen, diese via Laser entfernen zu lassen.
  • Begründung: Die Tätowierung sei ihr insbesondere zu dunkel.
  • Nach zehn Tagen hat sie mit depressiver Symptomatik sieben probatorische psychotherapeutische Facharzt-Sitzungen begonnen.
  • Weitere fünf Monate später hat die Klägerin eine Antidepressiva-Therapie bei einer Fachärztin für Psychiatrie aufgenommen und nach zwei bis drei Monaten wieder beendet.
  • Weitere psychotherapeutische Behandlungen lehnte sie ab mit der Begründung hierdurch keine Besserung ihres Gesundheitszustandes erwarten zu können.

 

Entscheidung und Konsequenz

  • Das SG wies die Klage zurück.
  • Die Tätowierung gefährde objektiv nicht die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.
  • Dadurch sei kein Eingriff in den krankenversicherungsrechtlich gesunden Körper gerechtfertigt.
  • Psychische Beeinträchtigungen rechtfertigen lediglich psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlungen.