Ärzte exzellent beraten

Beratungskompetenz für Heilberufler

Apotheken dürfen Patienten, die ein Rezept für verschreibungspflichtige Medikamente einlösen, auch keine kleinen Werbegeschenke dazu geben, so der Bundesgerichtshof (BGH).

  • Das 2013 verschärfte Verbot solcher Werbegeschenke sei laut BGH demnach eindeutig und führe nicht zu einer unzulässigen Inländerdiskriminierung.
  • Auch „geringwertige Werbegaben" seien ein spürbarer Verstoß gegen Preisvorschriften und damit wettbewerbswidrig.
  • Zum Hintergrund: Bisher hatte der BGH kleine Zugaben oder Geschenke bis 1,- € gebilligt.  Dies dürfte hiermit beendet sein. Konkret beanstandete der BGH auf Klage der Wettbewerbszentrale hin die Gutscheinaktionen von zwei Apotheken. Im einen Fall gab es bei Rezpteinlösung einen Gutschein für Gratis-Brötchen beim nahegelegenen Bäcker, im anderen Fall einen Nachlass i. H. v. 1,- € beim nächsten Einkauf. Die Gerichte hatten zuvor bereits unterschiedlich geurteilt, daher wurde nun der BGH mit der Frage konfrontiert.
  • Die Urteilsbegründung liegt noch nicht vor.