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Fragestellung und Sachverhalt
Ein Apotheker, der von einer früher bei ihm angestellten PTA Schadensersatz gefordert hat, weil sie für eine Retaxation i. H. v. 1.770 € verantwortlich sein soll, ist mit seiner Klage vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz gescheitert. Somit musste die PTA nicht für die Retaxation geradestehen.

 

Verhandelter Fall

  • Der Apotheker wirft seiner ehemaligen PTA vor, statt einer Packung eines bestimmten Medikamentes auf Rezept für eine Kundin gleich fünf Stück bestellt und abgegeben zu haben.
  • Dies führte zu einer Retaxation bei der betreffenden Krankenkasse.
  • Für den Schaden wollte der Apotheker Regress bei seiner PTA nehmen.

Entscheidung und Kosequenzen

  • Laut LAG trägt der Arbeitgeber die Beweislast für arbeitsvertragliche Pflichtverletzungen.
  • Der Apotheker hätte im verhandelten Fall also klar darlegen und beweisen müssen, dass die PTA ihre arbeitsvertraglichen Pflichten verletzt hat und ihm hierdurch ein Schaden entstanden ist - dies hat er aus Sicht der Arbeitsrichter nicht ausreichend getan. Lediglich das Namenskürzel der PTA auf dem Rezept reicht nicht aus.