Fachkräftemangel im Gesundheitswesen: Bundesregierung will Berufsanerkennung entbürokratisieren

BMG-Entwurf setzt auf vereinfachte Verfahren, direkten Zugang zur Kenntnisprüfung und weniger Bürokratie - Fokus bleibt auf Qualitätssicherung

01.08.2025

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat am 05.07.2025 einen Referentenentwurf veröffentlicht, der die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse vereinfachen und beschleunigen soll.

 

Hintergrund und Zielsetzung

 

Kernpunkte des Entwurfs
Qualitätssicherung bleibt zentral:

Optimierung des Approbationsprozesses:

Zukünftig soll Antragstellenden in der Regel ein direkter Zugang zur Kenntnisprüfung ohne vorgelagerte Gleichwertigkeitsprüfung ermöglicht werden, um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren.

 

Statistische Entwicklungen
Zahl der an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden ausländischen Mediziner steigt kontinuierlich:

Herkunftsstruktur 2024:

Trotz Verbesserungen bestehen weiterhin hohe bürokratische Hürden und lange Wartezeiten - vor allem für Ärzte, die nicht aus der EU, einem EWR-Staat oder der Schweiz stammen.

 

Bedeutung der Reform
Der Referentenentwurf wird als wichtiger Schritt bewertet, um:

Positiv hervorgehoben wird die Fokussierung auf die Vereinfachung administrativer Prozesse.

 

Fazit:
Mit dem geplanten Gesetz soll die Berufsanerkennung für ausländische Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Hebammen deutlich schneller und weniger bürokratisch erfolgen. Gleichzeitig sollen die hohen Standards im Gesundheitswesen gesichert bleiben, um sowohl den Patienten- als auch den Fachkräftebedarf langfristig zu gewährleisten.