Mit Anhörung, parlamentarischen Beratungen und geplanten Kompetenzänderungen rückt die Apothekenreform näher - während zentrale Honoraranpassungen weiterhin außerhalb des Gesetzes geregelt werden sollen.
Die Reform der Apothekenversorgung nimmt konkrete Form an. Mit dem Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) soll die wirtschaftliche Situation der Vor-Ort-Apotheken stabilisiert und deren Rolle im Gesundheitssystem ausgebaut werden. Nach Kabinettsbeschluss und erster parlamentarischer Beratung ist nun der nächste Schritt terminiert.
Zeitplan und politischer Prozess:
Kabinettsbeschluss zum ApoVWG: Mitte 12/2025
Erste Lesung im Bundestag: 26.02.2026
Öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss: 04.03.2026
Beteiligte: Sachverständige und Experten mit Stellungnahmen zum Gesetzentwurf
Ziel: Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens noch vor der Sommerpause 2026
Ausgangslage und Reformdruck:
wirtschaftliche Situation vieler Vor-Ort-Apotheken angespannt
politischer Handlungsdruck zur Stabilisierung der Versorgung
Erwartung der Branche: strukturelle Reformen und langfristige Sicherung der Offizin
Inhalte und Zielsetzung des ApoVWG:
Stärkung der Rolle der Apotheken im Versorgungssystem
geplante Erweiterung von Kompetenzen in der pharmazeutischen Versorgung
Anpassung von Aufgabenprofilen mit Blick auf zukünftige Versorgungsanforderungen
Fokus auf strukturelle Weiterentwicklung statt unmittelbarer finanzieller Maßnahmen im Gesetz
Honorarfrage weiterhin ausgelagert:
Erhöhung des Apothekenhonorars nicht Bestandteil des ApoVWG
Umsetzung stattdessen über separate Verordnung geplant
politische Zusage zur Honoraranpassung bleibt bestehen, aber nicht Teil des Gesetzestextes
Bedeutung für den weiteren Verlauf:
Anhörung gilt als zentraler Schritt im parlamentarischen Verfahren
Positionen von Verbänden, Experten und Fachpolitik fließen in weitere Beratungen ein
Abschluss vor Sommer 2026 angestrebt, um Planungssicherheit für Apotheken zu schaffen
--> Das ApoVWG markiert damit einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung der Apothekenversorgung: strukturelle Reformen sollen die Zukunftsfähigkeit der Offizin sichern, während finanzielle Fragen parallel geregelt werden sollen.