Aktuelles Ranking: ZFA führt die Liste der Engpassberufe an
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihr jährliches Ranking zur Fachkräftesituation veröffentlicht. 2024 fehlten in keinem anderen Beruf so viele Fachkräfte wie bei den ZFA.
29.07.2025
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihr jährliches Ranking zur Fachkräftesituation veröffentlicht. Dabei wird die Lage für rund 1.200 Berufe in Deutschland anhand von 6 statistischen Indikatoren bewertet.
- Punktwert ≥ 2,0 = Engpassberuf
- Punktwert < 1,5 = kein Engpassberuf
- Werte dazwischen = weitere Beobachtung
2024 ging die Gesamtzahl der Engpassberufe von 183 auf 163 zurück. Grund dafür ist laut BA-Chefin Andrea Nahles die schwächelnde Wirtschaft, die weniger Nachfrage nach Fachkräften erzeugt.
Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) belegen Platz 1:
- Punktwert: 2,8 (höchster Wert im gesamten Ranking)
- ZFA zählen bereits seit 2019 zu den Engpassberufen. In den letzten Jahren belegten sie Rang 3 und 2.
- Bei allen Engpass-Kriterien (Vakanzzeit, Arbeitsuchenden-Stellen-Relation, berufsspezifische Arbeitslosenquote, Abgangsrate aus Arbeitslosigkeit) liegt die Berufsgruppe im kritischen Bereich (rot gekennzeichnet).
- 2024 fehlten in keinem anderen Beruf so viele Fachkräfte wie bei den ZFA.
Platz 2: Berufe mit einem Punktwert von 2,7
- Fachkräfte in der Fleischverarbeitung
- Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker
- Augenoptiker und Hörakustiker
- Pflegeberufe (trotz Gehaltsanpassungen)
Auch in der Hotellerie, Gastronomie, Speditionen und Bäckereien ist der Fachkräftemangel weiterhin stark ausgeprägt.
Gründe für den Fachkräftemangel:
- Demografie: Viele Beschäftigte gehen in den Ruhestand, zu wenige Nachwuchskräfte rücken nach.
- Trotz gestiegener Arbeitslosigkeit können Unternehmen offene Stellen oft nicht besetzen.
Die BA macht deutlich: Auch wenn die Anzahl der Engpassberufe insgesamt um 20 gesunken ist, bleibt die Fachkräftesicherung in vielen Branchen eine große Herausforderung.