Digitalisierung in Arztpraxen nimmt Fahrt auf: eAU, eRezept und eArztbrief fest etabliert

Das PraxisBarometer Digitalisierung 2025 zeigt: Der Digitalisierungsgrad in der ambulanten Versorgung steigt deutlich, doch die Kommunikation zwischen Praxen und Kliniken bleibt ein Schwachpunkt.

14.11.2025

Das PraxisBarometer 2025 zeigt einen klaren Digitalisierungsschub in Arztpraxen. eAU, eRezept und eArztbrief sind weit verbreitet und werden zunehmend positiv bewertet. Schwächen bestehen vor allem beim digitalen Austausch mit Kliniken: Hier bleibt die Vernetzung lückenhaft.

 

Die Digitalisierung im ambulanten Bereich schreitet weiter voran. Laut dem aktuellen PraxisBarometer Digitalisierung 2025 der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gehören viele digitale Anwendungen mittlerweile zum festen Bestandteil des Praxisalltags. Die repräsentative Befragung umfasste 1.700 Ärzte und Psychotherapeuten in ganz Deutschland.


Wichtige Ergebnisse der Umfrage


1. Deutlich höhere Zufriedenheit mit digitalen Anwendungen

Die Nutzung zentraler TI-Anwendungen (Telematikinfrastruktur) hat stark zugenommen - und damit auch die Zufriedenheit:

Der Grund: Seit Einführung gesetzlicher Nutzungspflichten sind diese Anwendungen im Praxisalltag fest verankert. Sie werden zunehmend als Arbeitserleichterung wahrgenommen und gelten als wichtiger Schritt zu einer effizienteren Versorgung.


2. Schwachstelle: Digitale Kommunikation mit Krankenhäusern

Während Praxen intern immer digitaler arbeiten, bleibt der Datenaustausch mit Kliniken problematisch:

Diese Diskrepanz zeigt: Trotz vorhandener Technik fehlt es an durchgehenden Schnittstellen und einer verbindlichen Vernetzung.


Ausblick

Die Digitalisierung ist im Praxisalltag angekommen, aber nicht vollständig umgesetzt.

 

Trotzdem gilt: Wenn die technischen Rahmenbedingungen stimmen, kann die Digitalisierung spürbare Entlastung für Praxen bringen und echten Mehrwert für Patienten schaffen.

 

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